Die Ausbildung des Junghundes
Ausbildung oder „Wie sag ich's meinem Hund?"
Das mag sich wohl schon so mancher Hundehalter-Anfänger gefragt haben, der sich durchs erste Lebensjahr mit seinem Liebling quält. Bücher über Hundeerziehung gibt es unzählige, aber es liest sich so schön die Theorie und die Praxis sieht ganz anders aus...
Bei uns erhält jeder Hunde-Anfänger die Chance einen Welpen zu bekommen,
wenn er die Bereitschaft zeigt, den Hund auch artgerecht auszubilden
und sich dabei helfen zu lassen und noch folgendes mitbringt:
- Liebe zum Tier
- Disziplin
- Geduld und Beständigkeit
Es gibt drei wichtige Anfangsphasen in der Entwicklung eines Welpen
nach Einzug beim neuen Besitzer:
- 3 Tage
- 3 Wochen
- 3 Monate
In den ersten 3 Tagen lernt der Welpe sein neues Rudel, seine Menschen kennen. Hier erhält er die ersten Signale. Ist einer der Menschen sein Rudelführer, dem er sich vertrauensvoll anschliessen kann? Oder muss der Hund täglich abfragen, wer tatsächlich Rudelführer ist, weil die Menschen sich unsicher verhalten? Die Natur sagt dem Welpen, einer muss Rudelführer sein, das ist lebensnotwendig!
Weiterhin legen Sie in den ersten 3 Tagen den Grundstein für die Leinenführigkeit. Wenn Sie hier keine Geduld haben, den Welpen nicht motivieren können selbständig und freudig an der Leine ein paar Schritte zu gehen, dann verderben Sie dem Junghund die Freude am „mit Ihnen laufen“. Er erfährt Negatives über Halsband und Leine und wird von da an ständig versuchen, dieser Sache zu „enteilen“. Eine Umstimmung in der Grundeinstellung des Hundes ist für einen Anfänger fast nicht mehr möglich. Also nutzen Sie die Chance des unvoreingenommenen, freudigen Welpen!!
Nach drei Wochen kennt der Junghund alle Abläufe in der Familie, die verschiedenen Personen - wobei immer nur eine Person den Hund ausbildet - den Alltag mit evtl. anderen Tieren, die Mahlzeiten, Rhythmen zum Gassigehen, Spielzeiten und die Nachtruhe.
Nach 3 Monaten haben Sie Ihren Welpen geprägt, seine Eindrücke sind gefestigt, Ihre Familienstruktur ist ihm bekannt. Wer es bis dahin nicht geschafft hat, seinen Hund auf sich aufmerksam zu machen und ihn zu überzeugen, dass er mit seinem Menschen etwas Tolles erleben kann, kämpft ein Jahr, möglicherweise ein Hundeleben lang weiter.
Was wir dann draussen sehen ist folgendes:
Einen Hund mit Nase am Boden und keinerlei Interesse an seinem Menschen,
nur Wahrnehmung für Gerüche und Geräusche, Territorial oder Artgenossen
und am anderen Ende der Leine einen traurigen Menschen, der sich alles
einmal ganz anders vorgestellt hat……….
Lassen Sie sich helfen, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen
und die Zeit ist knapp. Carpe diem. (Nutze den Tag...)